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zertifizierte Mediatorin Frau Marion Peper

Büro Leipzig: Peterssteinweg 3, 04107 Leipzig, Beratung 0341/ 983898-0
Büro Wurzen: Markt 13, 04808 Wurzen, Beratung 03425/ 9002-0



Ablauf der Mediation

Was ist Mediation?


Mediation ist ein spezielles Beratungsangebot für alle Menschen, die von Konflikten innerhalb der Partnerschaft oder der Familie vor oder nach Trennung und Scheidung betroffen sind. Ziel dieser Beratung ist es, die Folgen der Konflikte einvernehmlich mit Hilfe des Mediators oder der Mediatorin zu regeln. Die Parteien bestimmen hierbei selbst, über welche Themen sie sprechen möchten und welche Probleme sie für die Zukunft regeln wollen.


Welche Konflikte werden angesprochen?

Alle Konflikte, über die Menschen sich streiten, können Themen der Mediation werden. Die häufigsten sind:

Trennung von Ehe- oder Lebenspartner
Fragen, die die Kinder betreffen (Sorge- und Umgangsrecht, Besuchsregelungen)
Regelung vermögensrechtlicher Fragen
Unterhaltsrechtliche Fragestellungen
Erbstreitigkeiten
Konflikte zwischen den Generationen
Vertragsgestaltung vor oder während des Zusammenlebens


Wer kann zu einer Mediation gehen?

Alle diejenigen, die einen Konflikt mit ihrem Konfliktpartner lösen möchten. Es gibt keine Bedingungen für familiale Zusammensetzungen:

Mediation verdrängt nicht und hebt nicht den Zorn, den Schmerz oder die Enttäuschung auf, aber sie kann Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft schaffen oder wieder herstellen, sie kann Menschen dazu befähigen, ihre Entscheidungen selbst auszuhandeln, anstatt sie Dritten zu überlassen.


Gibt es Vorbedingungen für Mediation?

Die einzige unverzichtbare Voraussetzung für die Mediation ist, dass die Betroffenen bereit sind, sich an einen Tisch zu setzen und sich ermutigen zu lassen, für ihre Belange einzutreten und Absprachen zu entwickeln. Das gemeinsame Ziel dieser Betroffenen mit in der Regel unterschiedlichen Bedürfnissen ist, eine für alle faire und befriedigende Regelung zu finden. Diese Regelung wird von den Parteien mit Unterstützung des Mediators persönlich erarbeitet und in einer rechtsverbindlichen Vereinbarung festgehalten.


Wie lange dauert eine Mediation?

Die einzelne Sitzung dauert in der Regel eine bis zwei Stunden. Wie viele Sitzungen not-wendig sind, um zu einer als fair empfundenen Regelung zu kommen, hängt davon ab, wel-che und wie viele Themenbereiche zum Gegenstand der Verhandlungen gemacht werden. Selten wird die Anzahl von vier bis acht Terminen überschritten.


Was passiert in der Mediation?


Ziel der Mediation ist es, die Betroffenen auch in schwierigen Lebenssituationen mit Hilfe einer balancierten Gesprächsführung und Wertschätzung zu eigenen Entscheidungen zu befähigen. Mediation ist ergebnisorientiert, definiertes Ziel einer Mediation ist immer eine Einigung der Parteien zu den von diesen benannten Problemkreisen.

Ergebnisse von Mediationen sind nicht „richtig“ oder „falsch“, sondern dann gut, wenn sie von beiden Partnern als fair und stimmig erlebt werden und nicht über Kinder, sondern für Kinder verhandelt wird. Das Ziel ist eine Einigung zwischen den Partnern, die eine tragfähige Grundlage für den künftigen Umgang miteinander und für die gemeinschaftliche Verantwortung für die Kinder bietet.

Die Aufgabe des Mediators oder der Mediatorin im Verfahren ist es, beide Partner darin zu unterstützen sich über Bedürfnisse, Interessen und Wünsche für die Zukunft klar zu werden, ihre Vorstellungen auszusprechen und dabei gehört, akzeptiert und verstanden zu werden,
verschiedene Lösungsmöglichkeiten im Rahmen des geltenden Rechts zu erarbeiten und eine verbindliche Vereinbarung zu finden.
 

Die Mediation verläuft in der Regel in fünf Schritten:


1. Klärung der Motive für die Mediation
 
Konzept und Regeln des Konfliktregelungsmodells Mediation werden erläutert, Verlauf und Charakteristika erklärt, die Motivation und Bedürfnisse der Interessenten geklärt. Soweit sich die Betroffenen Konfliktpartner dafür entscheiden, im Rahmen der Mediation gemeinsam an einer Lösungsfindung zusammenzuarbeiten, schließen sie einen Mediationsvertrag, in dem gewisse Grundregeln und Verfahrensbestandteile festgehalten sind. Die Fortsetzung der Gespräche basiert gleichwohl auch im weiteren Verlauf auf der Freiwilligkeit aller Beteiligter.


2. Erarbeiten der regelungsbedürftigen Fragestellung
 
Die Beteiligten stellen aus ihrer Sicht den Konflikt dar, teilen Informationen und Themenbereiche mit. Es werden die Bereiche der Übereinstimmung und der Nicht-Übereinstimmung herausgearbeitet. Schließlich wird die Reihenfolge der Bearbeitung der Themen abgeklärt bzw. verhandelt.


3. Lösen der Konflikte
 
Neben der Entwicklung objektiver Kriterien wird versucht, sich über Konfliktmuster klar zu werden. Als wichtigster Bereich der Mediation werden die bei allen Beteiligten hinter den Positionen stehenden Interessen und Bedürfnisse herausgearbeitet. Es wird versucht, unterschiedliche Sichtweisen zu erkennen, u. U. auch zu verstehen.


4. Einigung erzielen

 
Über ein Brainstorming wird versucht, möglichst viele verschiedene Lösungsoptionen zu entwickeln, wobei diese bewusst zunächst unbewertet bleiben sollen. Die verschiedenen Lösungsansätze werden anschließend in Relation zu den in der vorherigen Phase entwickelten Zielen und Bezugspunkten bewertet, es werden Vor- und Nachteile abgewogen, Denkmodelle ausprobiert, verworfen oder ausgewählt. Zuletzt wird eine Vereinbarung entworfen.



5. Abschluss der Mediation
 
Es wird ein Vertragsentwurf ausgearbeitet. Diese Vereinbarung wird durch die unabhängigen Berater der Parteien (beispielsweise Beratungsanwälte, Steuerberater oder sonstige Vertraute) nochmals überprüft. Danach kommt es zum verbindlichen Vertragsschluss durch Unterschrift aller Beteiligten.
 

Wie schließt eine Mediation ab?

Wie eben festgehalten, werden die Ergebnisse der Mediation in der Regel in einem Vertrag oder Memorandum zusammengefasst, in dem all die Punkte festgehalten werden, die die Beteiligten regeln wollen. Je nach Wunsch der Verbindlichkeit oder Formbedürftigkeit handelt es sich hierbei um einen privatschriftlichen Vertrag oder Notarvertrag, auch die Protokollierung in einem parallel oder anschließend laufenden Ehescheidungsverfahren ermöglicht ei-nen rechtsverbindlichen Vollstreckungstitel.


Was kostet die Mediation?

Die Gespräche werden üblicherweise auf Zeithonorarbasis abgerechnet. Auch Rechtsanwälte, die Mediation anbieten, rechnen dies in der Regel nicht nach der Gebührenordnung, sondern nach festen Stundensätzen ab. Die Stundensätze bewegen sich hierbei zwischen 120,00 € und 200,00 €, im Bereich der Wirtschafts-Mediation liegen die Honorare höher. Gemessen an dem finanziellen Aufwand (von den inneren Kosten abgesehen), den Gerichtsverfahren oft erfordern, ist leicht zu erkennen, dass die Mediation eine finanziell interessante Alternative zum Gang zum Gericht sein kann.


Was unterscheidet Mediation von sonstigen Vergleichsgesprächen?


Im Rahmen üblicher Vergleichsverhandlungen
 
- werden oft Informationen zurückgehalten, die notwendig wären, um einen möglichst großen Interessenkuchen und Gewinnmöglichkeiten für beide Seiten zu schaffen und damit Werte zu schöpfen;
 
- kommen die Verhandler aufgrund dieses Misstrauens häufig nicht zu der Erkenntnismöglichkeit, dass es fast immer unterschiedliche Präferenzen und gerade deswegen Austausch- und „Kuchenvergrößerungsmöglichkeiten“ gibt, sobald man die Ebene der gegensätzlichen Positionen verlässt und auf die Ebene der Interessen und Unterinteressen hinabsteigt;
 
- werden gewöhnlich aus taktischen Gründen die Alternativen (z. B. eines nachfolgenden Gerichtsprozesses) zu optimistisch gesehen bzw. dargestellt;
 
- gibt es schließlich eine sogenannte „reaktive Abwertung“ von Vorschlägen der Gegenseite; derartige Vorschläge werden von vorneherein ungeachtet ihres Inhaltes intuitiv allein deshalb abgewertet, weil sie von der Gegenseite kommen. Rahmen und Atmosphäre der Mediation bilden einen geschützten Raum, wo im Gespräch über einen Vermittler, der selbst keine Entscheidungskompetenz hat, kleine Annäherungen wieder möglich sind. Dieser Rahmen ohne Öffentlichkeit und ohne die Drohung einer negativen Entscheidung im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen bewirken häufig mehr Offenheit zwischen Personen mit scheinbar unvereinbaren Ansichten und Positionen.
 


Risiken einer Mediation?


Mediation ist eine Chance für alle Beteiligte, in einer überschaubaren Zeit eine autonome Entscheidung zu treffen, die für alle Beteiligte als fair empfunden wird. Die Mediation ist der Idee des Respektes, der Fairness, der Ehrlichkeit und der praktischen Zukunftslösung verbunden. Eine bereits eingereichte Scheidung kann für eine Mediation unterbrochen werden, Verjährungsfristen sind während der Mediation gehemmt (seit 01. Januar 2002). Die Ge-spräche sind für die Beteiligten vertraulich, bezüglich des Inhalts kann bereits zu Beginn für den Fall des Abbruchs der Gespräche ein Verwertungsverbot vereinbart werden. Mediation ist also mehr als Chance denn als Risiko anzusehen.


Was heißt „Mediatorin/BAFM“?

Bei der Bezeichnung „Mediator/in (BAFM)“ handelt es sich um die Abschlussqualifikation der Ausbildung gemäß den Ausbildungsstandards der BAFM (Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation), die Abschlussqualifikation ist ein markenrechtlich geschützter Titel. Die Ausbildungsstandards der BAFM können Sie der Internetseite „www.bafm-mediation.de“ entnehmen. Dort ersehen Sie das Anforderungsprofil für die Zulassung zur Fortbildung, die Lerninhalte der zweijährigen Ausbildung sowie Inhalt und Form des Abschlusses.

Für Terminabsprachen stehen wir Ihnen zur Verfügung. Sie erreichen unsere

                             BERATUNG * WURZEN : 03425 / 9002 -0
                             BERATUNG *  LEIPZIG  : 0341   / 983898-0



täglich bis 22.00 Uhr und am Wochenende.



M. Peper
zertifizierte Mediatorin
Fachanwältin für Erbrecht
Fachanwältin für Familienrecht
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